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                                    Stuttgart, den 31.12.76

Lieber Herr Dr. Stein!

Wie versprochen eile ich
Ihnen über den Stand Ihrer
Angelegenheit zu berichten.
Es verhielt sich, wie ich bereits
vermuthet, Ihr Werk wurde
ohne sich von seinem Werth
überzeugt zu haben, abge-
fertigt, u. dieses Versehen
wollte man durch Wiederauf-
nahme der Angelegenheit
wahrscheinlich nicht eingestehen.
Excellenz Spitzenberg glaubte
Sie würden noch einmal

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bei ihm vorsprechen, ich
sagte ihm aber Sie hätten
wegen Ihrer Praxis nicht
zu lange fort bleiben können.
Seine Excellenz ist nun bereit
das Werk, von dessen un=
langbarem Werth für die
Wissenschaft und von des=
sen sehr anerkennender
Aufnahme allerhöchsten u.
hohen Artsfach (?) ihm gesprochen,
Seiner Meijestät dem Könige
zu unterbreiten und dabei
Ihrer Angelegenheit zu ge=
                                denken.

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Zu dem Zweck ersucht er
Sie das für Seine Majestät be-
stimmte Werk hierher zu
senden mit dem Bemerken:
bei Seiner Excellenz dem H. Grll.(?) v. Spitzenberg
                  abzugeben. –
Indem ich Ihnen ein recht
glückliches Neujahr und Er=
füllung Ihrer Wünsche er. . . . (?)
verharre ich, lieber Herr Doktor,
            Ihr
                        Ihnen ganz ergebener
                Hzg v. Württemberg

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