Vinzent LACHNER

Lachner´s 200. jub. is taking place exactly this year 2011. He was born 19.VII.1811 in Rain am Lech/ near Augsburg.

Will we succeed to reenact his Los Macabeas Overture???

[   this piece is probably incidental music for the play - but the strange thing is that it has some writing of chorus in it, which is not typical of incidental music. There is an overture, an entre-acte and some choral numbers, as well as some small group sections which might have been used between scenes or to underline a mood. I had a hard time reading the German since it is hand-written in old script. As far as performing it, it would require a full orchestra and chorus ]

 

Notes by Rainer Domke:

Von: Domke [mailto:Rainerdomke@t-online.de]
Gesendet: Mittwoch, 5. November 2008 14:18
An: 'mail@xxxxxxxx.de'
Betreff: Kontakt i.S. V.Lachner/L.Stein

Es wäre eine Art Traum, dieses Werk von ca. 100 Seiten handschriftlicher Partitur aus der Badischen Staatsbibliothek KA einmal LIVE erleben zu können; die Musikwissenschaftlerin Dr.B.Pelcker, Mannheim, plant bislang nicht umgesetzt eine Biografie V.L.s – von den Halevy-Plänen erfuhr sie durch mich. In HD wurde in den 60ern des 19.Jhdts. übrigens diese Musik einer Inszenierung des gleichen Stoffes – „Hasmonäer“ bei Stein – einem Drama des „Namenserfinders“ des „poetischen Realismus“, Otto Ludwigs „Die Makkabäer“ sozusagen unterlegt; bekanntlich lebte der Dichter O.L. länger in DD und ist ja auch dort begraben.   ....
..... Stein war übrigens mit Friedrich Rückert gut befreundet, der auch Gedichte des Rabbis in seinen Almanachen von 1838/40 aufgenommen hat, der zweite enthält übrigens Mendelssohn-Bartholdys Komposition „Ersatz für Unbestand“ für Tenor und Baß zu einem Gedicht von F.R.! Klar, auch Teile der Lachner-Musik wären „schon schön“ zu erleben; jedenfalls wäre dieses Opus mal wieder etwas bislang so gut wie Unbekanntes.

 

 From: "Rainer Domke" <RainerDomke@t-online.de>
To: <info@xxxxxxx.com>
Cc: <david [at] lewinsdlondon [dot] org [dot] uk>
Subject: Kol Nidrei
Date: Sat, 29 Sep 2007 10:27:39 +0200

Seit Jahren beschäftige ich mich mit Leben und Wirken des Rabbiners Leopold (Loeb) Stein (1810 - 82) - Reformer, Patriot, Dichter, so Untertitel aus Referaten meinerseits -, welcher eine vor 100 Jahren offenbar in dt. und amerik.Synagogen weitverbreitete KolNidrei-Fassung "O Tag des Herrn"  gedichtet hat: kennen Sie selbst diese und gibt es vielleicht eine CD-Aufnahme?!  - Halevy sollte übrigens Musik zu Steins Drama - aufgeführt Nationalbühne Mannheim 1856 - komponieren, was aber warum auch immer nicht erfolgte; daraufhin hat der seinerzeit auch nicht gerade unbekannte Hofkapellmeister Vinzenz Lachner diese Aufgabe übernommen. Handschriftliche Partitur habe ich mir von der Badischen Landesbibliothek kopieren lassen...man müßte die Musik nun "nur" noch live erleben können...Haben Sie eine Ahnung, ob die Mezzosopranistin Hadar H. evtl. von J.Fr.Elie H. abstammt?

 

 

Von: Domke [mailto:RainerDomke@t-online.de]
Gesendet: Samstag, 8. Januar 2011 10:25
An: 'Ekkehard Klemm'
Betreff: Zwischenbericht "Lachner-Buch"

Einige Infos schon mal, lieber Herr Klemm, an einem regnerischen Sa., zum Buch des Harald Mann aus Rain a.Lech, welches ich dann ohne weiteren größeren Kommentar per Post/Büchersendung gelegentlich Ihnen zugehen lasse.

Zu Vinzenz Lachner. speziell die S.99-120 (immerhin) nennt ihn " geistesverwandt“ zu Brahms (aber ohne größere musikwiss. Ausführungen, Mann ist eben Lokalhistoriker wie ich); hebt besonders die Gaudeamus-/Kinderlieder“, z.T. nach Texten des befreundeten Viktor v.Scheffel, als (seinerzt.) besonders populär hervor; sodann werden 4 Schüler besonders gewürdigt:

Max Bruch, Hermann Levi, der weltberühmte Wagner-Dirigent (am ausführlichsten, weil er mit diesem über Jahrzehnte auch pers. befreundet war und sich wg. dessen Hinwendung zu R.Wagner erst spät enttäuscht von ihm "lossagte“; es gibt Buchausgabe von 1931 der Briefe von Vinzenz Lachner an Hermann Levi; wollte einer seine Töchter mit Levi verheiraten)     Meine Anmutung: Kantate zur Einweihung der neuen Synagoge MANNHEIM wurde ja gedichtet von Leopold Stein, komponiert von Jacques-François. FROMENTHAL HALEVY und dirigiert von Lachner (1855)  - Robert Kahn (gleichfalls jüdischer Abstammung und Emigrant nach England 1937) Max von Pauer;

Sohn Peter Vinzenz L. wandert nach Costa Rica aus, von wo auch die Partitur zu den "Hasmonäern“ wieder nach Deutschlad zurückkam, bevor sie dem Termitenfraß zum Opfer fiel; Fam. Lachner "blüht“ dort noch heute, oftmals mit deutschenVornamen;

Grab in Karlsruhe 1976 aufgelassen (!!) (kaum zu glauben! R.D.)